KOPENHAGEN: Reise-Segen mit Zimtschnecke


Bei den meisten Städte-Reisen steht die Besichtigung einer Kirche auf dem Programm.
An meinem Wochenende in Kopenhagen steht sogar ein Gottesdienst Pflicht.
In der Kirche St. Petri im Zentrum von Kopenhagen fand an diesem Wochenende die Taufe unserer Nichte statt. Das schöne Ereignis mit aufgeregten Eltern und Großeltern, wuselnden Cousins und Cousinen, stolzen Onkeln und Tanten bekommt hier durch den zweisprachigen (Dänisch & Deutsch) Gottesdienst noch einen zusätzlichen Glamour-Touch.
Warum berichte ich in einem Reise-Blog darüber? Ha! Deshalb: Außer zwei Taufen steht heute ein Reise-Segen auf dem Programm des Pastors.


Ein junger Mann wird für ein Jahr ins Ausland gehen, um Feldstudien für seine Doktorarbeit zu betreiben. Als gläubiger Christ erbittet er sich vor seiner Abreise den Segen der Gemeinde und Gottes. Leicht verlegen steht der junge Mann zusammen mit dem Pfarrer vor dem Altar und dem festlich geschmückten Taufbecken, als der Pastor beide Hände auf seinen Kopf legt, und den Segen spricht. „Möge der Herr mit Dir sein … Dich auf allen Deinen Wegen beschützen … über Dich wachen und Deiner Familie Kraft geben … Dich wieder gesund zu uns zurück führen.“ Leider habe ich mir keine Notizen der rührenden Worte gemacht. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt mir mit dem Taschentuch „Staubkörnchen“ aus den Augenwinkeln zu tupfen. Sogar die kleinen strampelnden Täuflinge, die bis eben glucksend und jauchzend das Echo des Gotteshauses ausgelotet haben verstummen für einen Moment fast andächtig. Schönes Ritual, finde ich. Sich auch in der Ferne beschützt wissen…


Wir wohnen wieder im Hotel Copenhagen Strand. Man kommt ganz easy und bequem vom Flughafen hierher. Einfach eine 4-Zonen Fahrkarte kaufen, in die Metro Richtung Vanlose hüpfen, und in Kongens Nytorv aussteigen. Man ist jetzt quasi im Keller des Kaufhauses "Magasin". Von hier aus sind es nur wenige Gehminuten zum Hotel. Ich wage es auch nicht ein anderes Hotel zu buchen, denn unter Umständen müßte ich dann morgens beim Frühstück auf SIE verzichten.
Neben Brot und Brötchen, drapiert auf einer Etagere schlummern sie: Hunderte von Kalorien, verführerisch zu Zimtschnecken gerollt und mit Zuckerguss gekrönt. Alleine für diese kleinen Sünden lohnt es sich hier her zu kommen!


Noch ein Tipp am Rande:
Man kann zwar in den meisten Restaurants und Geschäften mit Euro zahlen, aber der Umrechnungskurs zur Dänischen Krone ist dann entsprechend ungünstig. Bei den gepfefferten Preisen in Dänemark sind unnötige Ausgaben noch unnötiger. Deshalb am besten mit Kreditkarte zahlen. Selbst kleine Beträge kein Problem.


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